Wer, wie, was?

Das Wichtigste für Lehrer

Wer?

Der ZEIT LEO Weltretter Wettbewerb richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen drei bis sechs – und zwar an alle: An Kinder, die schon lange in einer Technik-AG werkeln, und solche, die noch nie einen Fahrradschlauch selbst geflickt haben. An alle, die sagen würden: „Mathe ist mein Hass-Fach“ – genauso wie an Rechencracks! An Schülerinnen und Schüler aus Professorenhaushalten und solche, denen Sprachbarrieren den Zugang zu Naturwissenschaften von vornherein erschweren. Für die Teilnahme ist weder Vorbildung noch eine bereits bestehende Affinität zu den MINT-Disziplinen – also zu Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – Voraussetzung, im Gegenteil. Der Wettbewerb ermuntert gezielt auch jene Schülerinnen und Schüler (bzw. deren Lehrkräfte) zur Teilnahme, die spontan sagen würden: „Rechnen, Computer, Experimentieren und Tüfteln? Ohne mich!“

 

Im Mittelpunkt steht der Teamgedanke: Es sollen idealerweise ganze Klassen, AGs, Gruppen aus dem Nachmittagsangebot etc. teilnehmen. Gern kann der Teamgedanke erweitert werden, indem sich zum Beispiel Tandems aus Grund- und weiterführenden Schulen bilden.

 

Wie?

„Kinder an die Macht“ und „Wenn ich König von Deutschland wär“ – beide Songtitel sind etwas abgegriffen, beschreiben vor allem in ihrer Kombination aber gut, worum es beim Weltretter Wettbewerb im Kern geht: darum, dass Schülerinnen und Schüler eigene Ideen dafür entwickeln, wie ihre Welt aussehen soll. Was sie heute nervt oder ärgert und in ihren Augen dringend verbessert gehört – und zwar mit MINT. Mit „eigene Welt“ ist zweierlei gemeint: die große weite Welt in der subjektiven Wahrnehmung der Schülerinnen und Schüler, aber auch die kleine Welt unmittelbar um sie herum – also etwa ihr Stadtteil, ihr Ort, ihre Region. Der Gedanke der eigenen Ideenentwicklung sollte sich durch alle Phasen des Wettbewerbs ziehen – von der Themenfindung über die Recherche, Umsetzung bis zur Dokumentation. Natürlich braucht es (je nach Gruppe mehr oder weniger) Unterstützung durch die eigene Lehrkraft bzw. andere Lehr- oder Betreuungspersonen.

 

Hier wird MINT nicht zum Selbstzweck in den Mittelpunkt gestellt. Sondern MINT als Mittel zum Zweck und im Kontext. Es soll bei der Bearbeitung eines Wettbewerbsthemas klar werden, wie eng die Vernetzung der Gesellschaft mit MINT ist und dass Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fast überall „drinstecken“ und gebraucht werden – selbst dort, wo man es überhaupt nicht vermuten würde.

 

Altersgruppengemäß soll MINT immer im Zusammenhang gesehen werden mit gesellschaftlichen, kulturellen, sozialen Aspekten. Schülerinnen und Schüler sollen auch Fragen bedenken wie: Welche Auswirkungen hat das Thema? Welche Personen sind betroffen oder spielen eine Rolle? So können durchaus auch Themen wie Stadtentwicklung oder das Schaffen von mehr Arbeitsplätzen mit MINT-Mitteln bearbeitet werden. Ein solch breiter „Science-Ansatz“ passt gut zu den Zielen des naturwissenschaftlichen Sachunterrichts und des Anfangsunterrichts der weiterführenden Schulen.

 

Was?

Der Wettbewerb hält bewusst sehr offen, welche Themen sich die Schülerinnen und Schüler suchen, in welcher konkreten Form sie diese bearbeiten oder was letztlich als Ergebnis stehen kann. Es wird darauf gesetzt, dass auf diese Weise eine größtmögliche Vielfalt an kreativen Ansätzen zusammenkommt. Wer findet ein besonderes Thema? Welche Gruppe hat eine gute Idee für ein Projekt oder einen unglaublich originellen Einfall für die Umsetzung?

 

Die zu bearbeitenden Projekte können fiktiv bis unmittelbar umsetzbar sein. Die Schülerinnen und Schüler können Erfindungen für das Jahr 2050 machen. Oder Änderungen anstoßen, die schon morgen in der Nachbarschaft begonnen werden. Teil zwei der Aufgabenstellung ist ebenso wichtig: „Macht auf Euer Projekt/Euer Problem aufmerksam.“ Beim „Wie“ sind wieder kaum Grenzen gesetzt: Vom selbst verfassten Artikel in der Lokalzeitung über öffentlich aufgeführte Experimente bis zum Science Slam oder Interviews auf dem Marktplatz ist alles möglich.

 

Für die Schülerinnen und Schüler bringt die Beteiligung eine besondere Motivation abseits des alltäglichen Unterrichts, sich über einen begrenzten Zeitraum mit naturwissenschaftlich-technischen Themen auseinanderzusetzen – nicht zuletzt auch über die ausgelobten Preise. Überdies bietet der Ansatz, sich in der eigenen Umgebung konkrete Projekte zu überlegen und selbst wirksam tätig zu werden, einen großen Ansporn. Gerade die Möglichkeit, Naturwissenschaften in einem lebensnahen Kontext zu erfahren, sowie die besondere Würdigung der Ideen der Kinder (ohne direkt zu sagen, etwas könne man nicht machen), stellt für viele Schülerinnen und Schüler, die an den MINT-Fächern weniger Interesse haben, einen besonderen Anreiz dar.

In Zusammenarbeit mit

Baden-Württemberg Stiftung ADAC Stiftung alpetour experimenta Stiftung Rechnen
Brainclash Geosmart Gesellschaft für digitale Bildung mbH Green City MINT Zukunft Schaffen
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