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Schulfach Weltretten

Tipps zur Einbindung des Wettbewerbs in den Unterricht

Fächer

Die Bearbeitung des Wettbewerbs lässt sich ideal im Rahmen des Unterrichts, von Projekttagen oder -wochen oder schulischen Nachmittagsangeboten realisieren. Fachliche Bezüge lassen sich zum Sachunterricht bzw. zu naturwissenschaftlich-technischen Fächern der weiterführenden Schulen herstellen. Thematische Kontexte, die einen Ausgangspunkt darstellen können (wie Energie, Müll, Wohnen, Mobilität, Wasser, Luft, Gesundheit), findet man in den meisten Curricula oder Lehrplänen der Fächer und Länder. Auch der Bereich „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ passt sehr gut zum Wettbewerb. Je nach Projekt sind aber auch fachübergreifende Ansätze gut vorstellbar. Beispielsweise mit

  • Kunst, wenn es um eine besondere Art der Dokumentation, z. B. einen selbst gedrehten Film oder den Bau eines Modells/einer Maschine etc. geht. 
  • Deutsch, wenn die Erstellung von Interviews, einer Zeitung, einer Radiosendung o. Ä. in dem Projekt eine Rolle spielt. 
  • Mathe, wenn ein Bestandteil des Wettbewerbs die Berechnung, Schätzung oder Modellierung von etwas ist.

Es sind verschiedene Verknüpfungen zwischen Unterricht und Wettbewerb möglich. Manche Projekte können direkt im Unterricht umgesetzt werden, andere eher als unterrichtsergänzendes Projekt. 

Neben dem inhaltsbezogenen Aspekt stehen bei dem Wettbewerb auch die umgesetzten Denk- und Arbeitsweisen im Vordergrund (prozessbezogene Kompetenzen, vgl. auch Kompetenzbereich Erkenntnisgewinnung der Bildungsstandards für die Sekundarstufe I), zum Beispiel Fragen stellen, vermuten, beobachten, messen, nach Lösungen suchen, überprüfen, konstruieren, experimentieren, modellieren, aber auch argumentieren und dokumentieren. In dem Wettbewerb geht es nicht darum, möglichst viele Denk- und Arbeitsweisen abzudecken, sondern gezielt solche, die für das Projekt passend sind. Schülerinnen und Schüler sollen auch Gelegenheiten bekommen, die Denk- und Arbeitsweisen zu reflektieren und zu dokumentieren. Zum Beispiel können sie beschreiben, warum sie auf eine bestimmte Weise vorgegangen sind und was Vor- und Nachteile der Vorgehensweise sind, welche anderen Möglichkeiten es gäbe, ob Naturwissenschaftler/Naturwissenschaftlerinnen, Ingenieure/Ingenieurinnen so vorgehen würden usw.

Rolle der Lehrkraft

Ein vorrangiges Anliegen des Wettbewerbs ist es, dass die Schülerinnen und Schüler viele eigenständige Ideen und Aktivitäten umsetzen können. Die Lehrkräfte sollten diesen Wettbewerb begleiten und unterstützen, ohne zu stark einzugreifen. Unterstützungsmaßnahmen könnten z. B. sein:

  • Sammeln, Ordnen und Vergleichen von Ideen, Vorgehensweisen, Ergebnissen bzw. Möglichkeiten dafür anbieten oder bereitstellen. 
  • Aufmerksam machen auf Probleme, widersprüchliche Ideen oder das Hinterfragen von Ideen. 
  • Anregen des Nachdenkens über den Inhaltsbereich.
  • Anregen des Nachdenkens über die Vorgehensweise.
  • Förderung der Motivation für das Projekt, Unterstützung, auch bei Frustphasen weiterzumachen. 
  • Unterstützung bei der Verteilung von Aufgaben und Konflikten in den Projektgruppen.
  • Praktische Tipps, wie und wo man noch Informationen, Experten etc. findet.

 

Eltern, Bekannte, Verwandte können einbezogen werden, wenn z. B. Experten für bestimmte Fragen interviewt werden. Es ist keine Mitarbeit der Eltern hinsichtlich der Formulierungen, des Layouts und der Dokumentationen erwünscht – lieber eine handgeschriebene Dokumentation als eine perfekt abgetippte und gelayoutete.

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